Die Bibliothek
Nachschlagen: Pflanzen nach ihrer Aufgabe im System, die Bäume Sardiniens, die Menschen, die den Weg bereitet haben, und jeder Artikel nach Thema.
168 Artikel
Pflanzen nach ihrer Aufgabe
Stickstoffbinder und Helfer
Sie nähren den Boden, spenden Schatten und bereiten den Pflanzen, die nach ihnen kommen, den Platz.
Leucaena (Weißkopfmimose)Raschwüchsiger Hülsenfrüchtler-Baum aus Mexiko, einer der stärksten Stickstoffbinder und Futterbäume der Tropen und vielerorts eine berüchtigte invasive Art.
TephrosiaEin raschwüchsiger Hülsenfrüchtler-Strauch, der Stickstoff bindet und weiches, stickstoffreiches Schnittgut liefert; seine Blätter enthalten Fischgifte.
KorallenbaumEin sommergrüner Hülsenfrüchtler-Baum aus den Flusslandschaften Südamerikas, mit roten Blüten und stickstoffbindenden Knöllchen; verträgt harten Schnitt.
Inga (Eiscremebohne und Pacay)Tropische Hülsenfrüchtler-Bäume mit langen Hülsen voll süßem Mark; sie binden Stickstoff, treiben nach Schnitt aus und liefern dauerhaften Mulch.
Ackerbohne (Favabohne)Eine der ältesten Kulturpflanzen des Mittelmeerraums und Nahen Ostens: ein Winter-Hülsenfrüchtler, der den Großteil seines Stickstoffs aus der Luft holt.
Bambara-ErdnussAfrikanischer Hülsenfrüchtler, dessen Hülsen wie Erdnüsse im Boden reifen; trockenheitsverträglich, stickstoffbindend, mit harten, eiweißreichen Samen.
Fruchtbäume für das Mittelmeer
Früchte, die mit langen trockenen Sommern zurechtkommen, wenn sie einmal angewachsen sind.
FeigeEin sommergrüner Obstbaum aus der Familie der Maulbeergewächse und eine der ältesten Kulturpflanzen; er übersteht trockene Sommer und leichten Frost.
ZitrusfrüchteImmergrüne Obstbäume der Rautengewächse. Orange, Zitrone und Grapefruit sind Kreuzungen weniger Wildarten aus Südostasien; die Fingerlimette ist australisch.
Aprikose (Marille)Ein sommergrüner Obstbaum der Rosengewächse aus Zentralasien; er blüht sehr früh, Spätfrost und zu wenig Winterkälte sind seine beiden Risiken.
Kaki (Kakipflaume)Ein sommergrüner Obstbaum aus Ostasien, dessen orange Früchte bis in den Winter an kahlen Zweigen hängen; herbe Sorten werden erst weich oder behandelt süß.
Feijoa (Ananasguave)Ein immergrüner Strauch der Myrtengewächse aus Südbrasilien und Uruguay; recht frosthart, mit essbaren Blütenblättern und aromatischen grünen Herbstfrüchten.
ApfelEin sommergrüner Obstbaum der Rosengewächse aus Zentralasien; die meisten Sorten brauchen kalte Winter, einige wenige tragen auch in milden Klimaten.
Kirsche (Süßkirsche)Ein sommergrüner Obstbaum der Rosengewächse aus Europa und Westasien; seine süßen Früchte brauchen kalte Winter, milde Mittelmeerlagen sind ein Prüfstein.
Indianerbanane (Pawpaw)Eine frostharte nordamerikanische Verwandte der Cherimoya. Ihre große grüne Frucht hat weiches, gelbes, puddingartiges Fleisch mit Aromen von Banane und Mango.
Subtropische Früchte im Versuchim Versuch
Früchte, die im frostfreien Klima der sardischen Ostküste wachsen können. Ob sie sich auf Sa Medada bewähren, ist ein Versuch, kein Versprechen.
AvocadoEin immergrüner Baum der Lorbeergewächse aus Mexiko und Mittelamerika mit öliger Frucht; durstig, flach wurzelnd, empfindlich gegen Staunässe, Salz und Frost.
MangoEin immergrüner Fruchtbaum aus Südasien, verwandt mit Cashew und Mastixstrauch; er braucht zur Blüte eine Trockenphase und leidet schon unter leichtem Frost.
BananeEine Riesenstaude, kein Baum: Jeder Scheinstamm aus Blattscheiden blüht einmal, trägt einen Fruchtstand und wird von Ausläufern aus dem Wurzelstock ersetzt.
PapayaEine schnelle, kurzlebige, baumartige Pflanze aus dem tropischen Amerika, die binnen eines Jahres fruchtet; sie verträgt weder Frost noch nasse Füße.
CherimoyaEin subtropischer Obstbaum aus der Familie der Annonengewächse mit cremiger Frucht; er verträgt leichten Frost, seine Blüten brauchen aber oft Handbestäubung.
GuaveEin kleiner, zäher Baum aus der Familie der Myrtengewächse mit duftenden Früchten; er verträgt Trockenheit, ist aber in vielen Tropenregionen invasiv.
LitschiImmergrüner Obstbaum aus Südchina; unter der rauen roten Schale liegt ein glasiger, süßer Samenmantel. Zur Blüte braucht er einen kühlen Winter ohne Frost.
PassionsfruchtImmergrüne Rankenpflanzen der Gattung Passiflora aus Südamerika mit aromatischen, kernreichen Früchten; mehrere Arten mit sehr verschiedenen Ansprüchen.
Drachenfrucht (Pitaya)Ein Kletterkaktus aus Mexiko und Mittelamerika, dessen nachts blühende Blüten schuppige rosa oder gelbe Früchte mit weißem oder rotem Fleisch bilden.
Baumtomate (Tamarillo)Ein schnellwüchsiger, kurzlebiger kleiner Baum der Nachtschattengewächse aus den Anden mit glatten, eiförmigen Früchten und säuerlichem, harzigem Fleisch.
Surinamkirsche (Pitanga)Ein immergrüner Strauch der Myrtengewächse aus dem östlichen Südamerika mit gerippten, kirschartigen Früchten; in Florida und auf mehreren Inseln invasiv.
Weiße SapoteEin subtropischer Baum der Rautengewächse aus dem mexikanischen Hochland. Sein weiches, cremig weißes Fruchtfleisch schmeckt nach Banane und Birne.
Schwarze SapoteEin immergrüner Verwandter der Kaki aus Mexiko und Mittelamerika, dessen vollreifes, fast schwarzes Fruchtfleisch weich und süß ist wie Schokoladenpudding.
Monstera (Fensterblatt)Ein kletterndes Aronstabgewächs aus den Regenwäldern Mittelamerikas mit geschlitzten Blättern und langer Frucht, die vollreif nach Ananas und Banane schmeckt.
Nutz- und Heilpflanzen
Pflanzen mit vielen Aufgaben in Küche, Garten und Alltag.
Moringa (Meerrettichbaum)Ein schnellwüchsiger, trockenheitsfester Baum aus Nordwestindien, dessen Blätter, Schoten und Samen gegessen werden und dessen Samen trübes Wasser klären.
Tulsi (Indisches Basilikum)Ein würziges, strauchiges Basilikum aus dem tropischen Asien, im Hinduismus heilig und im Ayurveda zentral, mit nelkenduftenden Blättern und langer Blütezeit.
Bäume
Bäume Sardiniens
Die alten und heimischen Bäume, die die Landschaft der Insel prägen.
KorkeicheEine immergrüne mediterrane Eiche, deren dicke isolierende Rinde alle zehn Jahre geerntet werden kann, ohne dem Baum zu schaden, und die Feuer übersteht.
SteineicheDie immergrüne Eiche des Mittelmeers, dicht beschattend und tief wurzelnd, der Baum, zu dem die Landschaft zurückkehrt, wenn sie die Gelegenheit bekommt.
SpeierlingEiner der seltensten Kulturbäume Europas (Sorbus domestica): tiefwurzelnd, hitze- und trockenheitshart, und darum ein Hoffnungsträger der Klimadebatte.
Jahrtausend-OlivenÜber tausend Jahre alte Olivenbäume, darunter Sardiniens uralte Wildoliven (Olivastro) unter den ältesten lebenden Bäumen des Mittelmeerraums.
MonumentalbäumeBäume, die wegen Alter, Größe, Seltenheit oder kulturellem Wert offiziell als lebende Naturdenkmäler geschützt sind, in Italien nach Gesetz 10/2013.
Die Wegbereiter
Menschen, deren Arbeit die Permakultur und die Renaturierung geprägt hat.
Art Ludwigin Kapitel 6Ökologischer Planer aus Kalifornien, dessen einfache, frei veröffentlichte Grauwasser-Entwürfe die Nutzung von Hauswasser legal und üblich machten.
Bill Mollisonin Kapitel 1Australischer Naturkundler und Lehrer (1928 bis 2016), der mit David Holmgren die Permakultur begründete und sie mit seinen Kursen in die Welt trug.
Brad Lancasterin Kapitel 6Regenwassersammler und Autor aus Tucson (Arizona), der zeigte, wie Regen und Straßenabfluss in der Wüste Schattenbäume und Nahrung wachsen lassen.
David Holmgrenin Kapitel 1Australischer Umweltgestalter, geboren 1955, Mitbegründer der Permakultur und Verfasser ihrer zwölf Design-Prinzipien; lebt auf Melliodora in Victoria.
Elinor Ostromin Kapitel 11US-Politikwissenschaftlerin, die zeigte, wie Gemeinschaften Allmenden über Generationen selbst verwalten. 2009 erste Frau mit dem Wirtschaftsnobelpreis.
Emilia Hazelipin Kapitel 1Katalanische Gärtnerin (1937 bis 2003), die Fukuokas Naturlandbau an das Mittelmeerklima anpasste und den synergistischen Anbau auf Dauerbeeten begründete.
Ernst Götschin Kapitel 1Schweizer Landwirt und Forscher, der in Bahia (Brasilien) die syntropische Landwirtschaft entwickelte: Nahrung durch beschleunigte Waldentwicklung.
Geoff Lawtonin Kapitel 1In England geborener australischer Permakultur-Planer und Lehrer, Jahrgang 1954, bekannt für Greening the Desert in Jordanien und die Heilung trockenen Landes.
Herdade do Freixo do Meioin Kapitel 11Ökologisches Gut von 584 Hektar im portugiesischen Alentejo, das den Eichenhain Montado mit Keyline-Linien, Rückhaltebecken und Agroforst erneuert.
Masanobu Fukuokain Kapitel 1Japanischer Bauer und Denker (1913 bis 2008), der den Naturlandbau ohne Pflug, Dünger und Spritzmittel entwickelte und The One-Straw Revolution schrieb.
P. A. Yeomansin Kapitel 1Australischer Bergbauingenieur und Landwirt (1905 bis 1984), Begründer des Keyline-Designs: das Gelände lesen, um Regen am Hang zu halten und zu verteilen.
Sepp Holzerin Kapitel 1Österreichischer Bergbauer, geboren 1942, der den steilen Krameterhof im Lungau in eine Landschaft aus Teichen, Terrassen und Mischkulturen verwandelte.
Tamerain Kapitel 11Lebens- und Forschungsgemeinschaft im portugiesischen Alentejo, bekannt für ihre seit 2007 gebaute Wasserretentionslandschaft, die den Regen im Land hält.
Tony Rinaudoin Kapitel 12Australischer Agrarwissenschaftler, der in Niger den „unterirdischen Wald“ lebender Baumstümpfe entdeckte und die bäuerliche Naturverjüngung verbreitete.
Wangari Maathaiin Kapitel 12Kenianische Biologin, die das Green Belt Movement gründete, Frauen Millionen Bäume pflanzen ließ und 2004 den Friedensnobelpreis erhielt.
Yacouba Sawadogoin Kapitel 12Bauer aus Burkina Faso, der die überlieferten Zaï-Pflanzgruben verbesserte, auf kahlem Land einen Wald wachsen ließ und Tausende darin unterwies.
Alle Artikel nach Thema
Jedes Thema in der Reihenfolge, in der es sich am besten liest: vom Verstehen zum Tun.
- Boden und Leben31
- Wasser und Hang17
- Waldgarten und Anbau8
- Bäume Sardiniens9
- Natur im Wandel13
- Pflanzenporträts30
- Wegbereiter16
- Kreisläufe schließen8
- Permakultur gestalten36
Boden und Leben
Was unter der Oberfläche arbeitet: Humus, Pilze, Bakterien.
- HumusGrundlage
- Bodengefüge (Krümelstruktur)Grundlage
- Bodenleben (Bodennahrungsnetz)Grundlage
- Mykorrhiza
- Knöllchenbakterien
- Stickstoffbindende Pflanzen
- Biologische Bodenkruste
- Zeigerpflanzen
- Spatenprobe
- Fingerprobe
- Bodenanalyse
- Wasserhaltefähigkeit des Bodens
- Bodenverdichtung
- Bodenhydrophobie
- Bodenerosion
- Mulch
- Flächenkompostierung (Sheet Mulching)
- Lebendmulch (Untersaat)
- Steinmulch
- Chop and Drop
- Biomassepflanzen
- Dynamischer Akkumulator (Dynamic Accumulator)
- Dauerbegrünung (Bodenbedeckung im Baumbestand)
- Gründüngung
- Kompost
- Komposttoilette
- Hügelkultur
- Pflanzenkohle (Biochar)
- Terra Preta
- Ingenieurbiologie (Lebendverbau)
- Vetivergras
Wasser und Hang
Wie Regen gehalten wird, bevor er abfließt.
- Versickerung (Infiltration)
- DesertifikationGrundlage
- Wiederbegrünung (Regreening)
- RegenwassernutzungGrundlage
- Keyline-Design
- Swale (Höhenliniengraben)
- Terrassierung
- Trockenmauern
- Gießmulde (Mikroeinzugsgebiet)
- Halbmond (Demi-lune)
- Zaï-Pflanzgrube
- Retentionsteich
- Wasserretentionslandschaft
- Dachwasser und Zisterne
- Grauwasser
- Tontopfbewässerung (Olla)
- Trockenheitstolerante Bepflanzung (Xeriscaping)
Waldgarten und Anbau
Nahrung in Schichten, nach dem Vorbild des Waldes.
Bäume Sardiniens
Eichen, Oliven, Macchie und die Bäume von morgen.
Natur im Wandel
Sukzession, Renaturierung und der Mensch darin.
Pflanzenporträts
Was auf Sa Medada schon wächst: Früchte, Stickstoffbinder, Bäume.
- Leucaena (Weißkopfmimose)
- Inga (Eiscremebohne und Pacay)
- Korallenbaum
- Tephrosia
- Moringa (Meerrettichbaum)
- Ackerbohne (Favabohne)
- Bambara-Erdnuss
- Banane
- Papaya
- Mango
- Avocado
- Cherimoya
- Guave
- Feijoa (Ananasguave)
- Passionsfrucht
- Drachenfrucht (Pitaya)
- Litschi
- Schwarze Sapote
- Weiße Sapote
- Surinamkirsche (Pitanga)
- Baumtomate (Tamarillo)
- Indianerbanane (Pawpaw)
- Kaki (Kakipflaume)
- Feige
- Zitrusfrüchte
- Aprikose (Marille)
- Kirsche (Süßkirsche)
- Apfel
- Monstera (Fensterblatt)
- Tulsi (Indisches Basilikum)
Wegbereiter
Menschen und Orte, von denen wir lernen.
Kreisläufe schließen
Wasser, Nährstoffe, Kohlenstoff, Energie, Material und Saatgut: wo Kreisläufe brechen und wie man sie schließt.
Permakultur gestalten
Ethiken, Prinzipien und Werkzeuge: die Reise durch die Permakultur.
- Die drei Ethiken der PermakulturGrundlage
- Beobachte und interagiere
- Gewinne und speichere Energie
- Fahre eine Ernte ein
- Beschränke dich und akzeptiere Feedback
- Verwende und schätze erneuerbare Ressourcen und Leistungen
- Produziere keinen Müll
- Plane zuerst das Ganze, dann das Detail
- Integrieren statt segregieren
- Kleine und langsame Lösungen
- Schätze und nutze die Vielfalt
- Nutze die Randzonen und schätze das Marginale
- Nutze Veränderung und reagiere darauf mit Kreativität
- Bill Mollisons Permakultur-Design-PrinzipienGrundlage
- Die Design-MethodikGrundlage
- Design-Methoden
- Karten, Pläne und Pauspapier
- Elementanalyse
- Zonen in der PermakulturGrundlage
- Sektoren
- Rangfolge der DauerhaftigkeitGrundlage
- MikroklimaGrundlage
- Stockwerke und Staffelung (Stacking)
- Das Gartenjahr im Mittelmeerklima
- Bienen und Bestäuber
- Hühner im System
- Gelenkte BeweidungGrundlage
- Bauerngeführte natürliche Regeneration (FMNR)
- Saatgut gewinnen und tauschen
- Wurmkompost
- Ökosystemleistungen
- Unsichtbare StrukturenGrundlage
- AllmendeGrundlage
- Soziokratie
- Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)
- Regionalwährung