
Der Design-Werkzeugkasten
Sieben Stationen, in der Reihenfolge, in der ein Permakultur-Design entsteht: vom eigenen Ziel über die Ethik und das genaue Hinsehen bis zu den Werkzeugen, den Prinzipien und den neun Schritten der Umsetzung.
Ausgangspunkt ist die Design-Methodik der Permakulturschule von Christoff Schneider, die mit dem ICH und der Ethik beginnt. Die Ordnung in sieben Stationen ist unsere eigene.
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Station 1
Zone 00, das ICH
Wer plant hier, und wohin will ich?
Vor jeder Karte steht der Mensch, der plant. Christoff Schneider nennt das Zone 00: Erkenntnis, Vision und Zielsetzung. Wer hier klar ist, plant den Ort für das eigene Leben und nicht für ein Bild aus dem Lehrbuch.
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Zonen in der PermakulturEin Planungswerkzeug der Permakultur: Jedes Element liegt danach, wie oft man es aufsucht. Das erweiterte Modell reicht von Zone 00, dem ICH, bis Zone VII.
Die Design-MethodikDie geordneten Schritte eines Permakultur-Designs: Land und Menschen beobachten, auswerten, entwerfen, umsetzen, pflegen, prüfen, in Schleifen wiederholt.
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Station 2
Ethik
Wozu dient die Arbeit?
Die drei Ethiken sind der Maßstab für jede Entscheidung: der achtsame Umgang mit der Erde, der achtsame Umgang mit den Menschen und das faire Teilen. Sie stehen vor den Techniken, weil sie sagen, wofür ein Design gut sein soll.
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Station 3
Bestandsaufnahme
Was ist vorhanden?
Erst schauen, dann handeln. Boden, Wasser, Sonne, Wind, Pflanzen und Menschen werden gelesen, am besten über ein ganzes Jahr. Kleine Proben und Versuche gehören dazu, weil sie zeigen, wie der Ort antwortet.
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Beobachte und interagiereDas erste der zwölf Design-Prinzipien von David Holmgren: einen Ort genau beobachten, in kleinen Schritten mit ihm interagieren und seine Antwort lesen.
ZeigerpflanzenWildpflanzen, deren Vorkommen Feuchte, Säure, Nährstoffe, Licht oder Salz eines Standorts anzeigt, sodass sich der Bewuchs wie ein Bodenbefund lesen lässt.
SpatenprobeEin Bodenblock wird mit dem Spaten ausgestochen und an Ort und Stelle auf Krümel, Wurzeln, Regenwürmer, Geruch und verdichtete Schichten geprüft.
FingerprobeBestimmung der Bodenart von Hand: feuchte Erde wird zwischen den Fingern gerieben, gerollt und gepresst, bis Sand, Schluff und Ton erkennbar sind.
BodenanalyseLaboruntersuchung einer Bodenprobe auf pH, Humus, Nährstoffe, Kalk, Salz und Natrium, am besten gelesen zusammen mit Feldproben wie der Spatenprobe.
MikroklimaDas Klima eines kleinen Ortes, etwa eines Hanges, einer Mulde oder eines Mauerfußes, das in Wärme, Frost, Wind und Feuchte stark vom Klima der Region abweicht.
Wasserbilanz: wann der Regen die Verdunstung übersteigtDie klimatische Wasserbilanz stellt Monat für Monat den Regen dem Verdunstungsanspruch der Luft gegenüber und zeigt, wann ein Ort Wasser gewinnt oder verliert.
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Station 4
Design-Methoden
Aus welchem Blickwinkel denke ich das Design?
Bill Mollisons acht Methoden schauen aus verschiedenen Richtungen auf dasselbe Gelände, vom Auflisten der Eigenschaften über das Abschauen von der Natur bis zur willkürlichen Anordnung. Jede fängt ein, was den anderen entgeht.
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Station 5
Werkzeuge
Womit ordne ich die Elemente?
Mit diesen Werkzeugen bekommt jedes Element seinen Platz: Zonen nach der Häufigkeit der Besuche, Sektoren nach den Kräften von außen, Karten und Pauspapier für das Übereinanderlegen, die Elementanalyse für die Verbindungen und das funktionelle Design dafür, dass jedes Element mehreren Zwecken dient.
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Zonen in der PermakulturEin Planungswerkzeug der Permakultur: Jedes Element liegt danach, wie oft man es aufsucht. Das erweiterte Modell reicht von Zone 00, dem ICH, bis Zone VII.
SektorenEin Planungswerkzeug der Permakultur: Es zeigt, woher Energien von außen ins Gelände kommen, etwa Sonne, Wind, Feuer, Wasser, Kaltluft, Blick und Lärm.
Karten, Pläne und PauspapierEine maßstäbliche Grundkarte der festen Gegebenheiten eines Geländes, darüber Blätter aus Pauspapier für Wasser, Sektoren, Zonen und Planung.
ElementanalyseEin Planungswerkzeug der Permakultur: Es hält fest, was jedes Element braucht, gibt und ist, damit die Erträge des einen den Bedarf des anderen decken.
Bill Mollisons Permakultur-Design-PrinzipienDie Design-Prinzipien, die Bill Mollison 1988 und 1991 aufstellte, von der relativen Lage und dem Mehrfachnutzen bis zu Zonen, Sukzession und Randeffekt.
Rangfolge der DauerhaftigkeitP. A. Yeomans' Reihenfolge für die Planung von Land: vom kaum Veränderbaren, Klima und Geländeform, über Wasser, Wege, Bäume, Gebäude und Zäune bis zum Boden.
Gilde (Pflanzengemeinschaft)Eine sich gegenseitig stützende Gruppe um ein zentrales Element, das eine Pflanze, ein Tier oder ein Bauwerk wie ein Teich sein kann.
Stockwerke und Staffelung (Stacking)Eine Technik der Permakultur: Mehrere Pflanzen teilen sich denselben Boden, in Stockwerken nach Höhe und Wurzeltiefe und zeitlich gestaffelt.
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Station 6
Prinzipien
Woran prüfe ich das Design?
David Holmgrens zwölf Design-Prinzipien und Bill Mollisons ältere Permakultur-Design-Prinzipien sind die Prüfsteine. Sie sagen nicht, was zu tun ist, aber sie zeigen, ob ein Entwurf in die richtige Richtung geht.
- 1Beobachte und interagiere
- 2Gewinne und speichere Energie
- 3Fahre eine Ernte ein
- 4Beschränke dich und akzeptiere Feedback
- 5Verwende und schätze erneuerbare Ressourcen und Leistungen
- 6Produziere keinen Müll
- 7Plane zuerst das Ganze, dann das Detail
- 8Integrieren statt segregieren
- 9Kleine und langsame Lösungen
- 10Schätze und nutze die Vielfalt
- 11Nutze die Randzonen und schätze das Marginale
- 12Nutze Veränderung und reagiere darauf mit Kreativität
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Station 7
Die neun Schritte
In welcher Reihenfolge entscheide ich im Gelände?
Schneiders Quick-Planungs-Checkliste legt fest, was zuerst entschieden wird. Was teuer und schwer zu ändern ist, kommt früh, was leicht zu versetzen ist, spät.
Die neun Schritte
- 1Informationen zusammentragen
- 2Zone 0 finden
- 3Was will ich oder der Kunde haben
- 4Sektorenplanung
- 5Zonierung
- 6Erdarbeiten
- 7Bepflanzung
- 8Gebäude
- 9Zäune
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