
Reise durch die Permakultur
Permakultur ist keine Sammlung von Kniffen, sondern eine Art, auf Land, Menschen und ihre Verbindungen zu schauen. Diese Reise führt in zwölf Kapiteln vom ersten Blick auf einen Ort bis zur Heilung ganzer Landschaften. Jedes Kapitel sammelt die TerraWiki-Seiten, die dazugehören, und jede Seite weist weiter auf das Beste, was die Welt dazu bereithält.

Alle Kapitel mit ihren 102 Seiten, rund 12 Stunden Lesezeit.
- 1
Kapitel 1 · 9 Seiten
Aufbruch: was Permakultur ist
Woher die Idee kommt und welche Menschen sie geprägt haben.
Kapitel öffnen PermakulturEin Gestaltungssystem für nachhaltige Lebensräume nach dem Vorbild natürlicher Ökosysteme, entwickelt von Bill Mollison und David Holmgren.
Bill MollisonAustralischer Naturkundler und Lehrer (1928 bis 2016), der mit David Holmgren die Permakultur begründete und sie mit seinen Kursen in die Welt trug.
David HolmgrenAustralischer Umweltgestalter, geboren 1955, Mitbegründer der Permakultur und Verfasser ihrer zwölf Gestaltungsprinzipien; lebt auf Melliodora in Victoria.
Masanobu FukuokaJapanischer Bauer und Denker (1913 bis 2008), der den Naturlandbau ohne Pflug, Dünger und Spritzmittel entwickelte und The One-Straw Revolution schrieb.
P. A. YeomansAustralischer Bergbauingenieur und Landwirt (1905 bis 1984), Begründer des Keyline-Designs: das Gelände lesen, um Regen am Hang zu halten und zu verteilen.
Sepp HolzerÖsterreichischer Bergbauer, geboren 1942, der den steilen Krameterhof im Lungau in eine Landschaft aus Teichen, Terrassen und Mischkulturen verwandelte.
Geoff LawtonIn England geborener australischer Permakultur-Planer und Lehrer, Jahrgang 1954, bekannt für Greening the Desert in Jordanien und die Heilung trockenen Landes.
Emilia HazelipKatalanische Gärtnerin (1937 bis 2003), die Fukuokas Naturlandbau an das Mittelmeerklima anpasste und den synergistischen Anbau auf Dauerbeeten begründete.
Ernst GötschSchweizer Landwirt und Forscher, der in Bahia (Brasilien) die syntropische Landwirtschaft entwickelte: Nahrung durch beschleunigte Waldentwicklung.
- 2
Kapitel 2 · 2 Seiten
Die Haltung: drei Ethiken
Für die Erde sorgen, für die Menschen sorgen, gerecht teilen: der Grund, auf dem alles andere steht.
Kapitel öffnen Die drei Ethiken der PermakulturDie drei Grundwerte der Permakultur: für die Erde sorgen, für die Menschen sorgen und gerecht teilen, also Grenzen setzen und Überschüsse weitergeben.
RehumanisierungDie Wiederherstellung des Menschen als bewusster, sorgender Teilnehmer an der lebendigen Welt: das menschliche Gegenstück zur Renaturierung.
- 3
Kapitel 3 · 14 Seiten
Die zwölf Prinzipien
David Holmgrens Gestaltungsprinzipien und Bill Mollisons Regeln: Denkweisen, die an jeden Ort mitreisen.
Kapitel öffnenTippe auf ein Prinzip, um tiefer einzutauchen.
Prinzip 1
Beobachten und mitwirken
Das erste der zwölf Permakultur-Prinzipien von David Holmgren: einen Ort genau beobachten, in kleinen Schritten mitwirken und seine Antwort lesen.
Wirkt in
- Bodenanalyse
- Fingerprobe
- Keyline-Design
- Macchie (mediterrane Hartlaubvegetation)
- Spatenprobe
- Sukzession
- Zeigerpflanzen
Beobachten und mitwirkenDas erste der zwölf Permakultur-Prinzipien von David Holmgren: einen Ort genau beobachten, in kleinen Schritten mitwirken und seine Antwort lesen.
Energie einfangen und speichernDas zweite der zwölf Permakultur-Prinzipien von Holmgren: Wasser, Licht, Fruchtbarkeit und Saatgut in Zeiten der Fülle sammeln und für magere Zeiten halten.
Einen Ertrag erzielenDas dritte der zwölf Permakultur-Prinzipien von Holmgren: Die Arbeit soll früh und unterwegs echten Lohn bringen, an Nahrung, Material, Wissen und Freude.
Selbstregulierung anwenden und Rückmeldungen annehmenHolmgrens viertes Prinzip: Systeme gestalten, die sich weitgehend selbst im Gleichgewicht halten, und die Zeichen des Landes früh genug lesen, um umzusteuern.
Erneuerbare Ressourcen und Leistungen nutzen und wertschätzenHolmgrens fünftes Permakultur-Prinzip: nutzen, was die Natur von selbst erneuert, und Lebewesen Arbeit tun lassen, die sonst Treibstoff kostet.
Keinen Abfall erzeugenHolmgrens sechstes Permakultur-Prinzip: jede Ausgabe so wertschätzen, dass sie eine Verwendung findet, und Abfall als Zeichen unfertiger Gestaltung lesen.
Vom Muster zum Detail gestaltenHolmgrens siebtes Prinzip der Permakultur: erst die großen Muster eines Ortes erkennen, die Gestaltung darauf bauen und die Details nach und nach füllen.
Integrieren statt trennenHolmgrens achtes Prinzip der Permakultur: das Richtige an den richtigen Ort stellen, damit Beziehungen entstehen und sich die Elemente gegenseitig stützen.
Kleine und langsame Lösungen nutzenHolmgrens neuntes Prinzip der Permakultur: Kleine, langsame Systeme sind leichter zu pflegen als große, nutzen örtliche Mittel besser und halten länger.
Vielfalt nutzen und wertschätzenDas zehnte der zwölf Permakultur-Prinzipien von Holmgren: Viele Arten, Sorten und Verbindungen verteilen das Risiko und nutzen jeden Ort am besten.
Ränder nutzen und das Randständige wertschätzenDas elfte der zwölf Permakultur-Prinzipien von Holmgren: Wo zwei Welten aufeinandertreffen, ist das Leben am reichsten, und das Randständige ist oft mehr wert.
Wandel kreativ nutzen und darauf reagierenDas letzte der zwölf Permakultur-Prinzipien von Holmgren: Wandel ist gewiss, also genau beobachten, ihn kreativ nutzen und im rechten Moment darauf reagieren.
Mollisons GestaltungsregelnDie Gestaltungsregeln, die Bill Mollison 1988 und 1991 aufstellte, von der relativen Lage und dem Mehrfachnutzen bis zu Zonen, Sukzession und Randeffekt.
Kreislaufdenken in der PermakulturDie Sicht der Permakultur auf Land als verbundene Kreisläufe von Wasser, Nährstoffen, Kohlenstoff, Material und Saatgut, angetrieben vom Sonnenlicht.
- 4
Kapitel 4 · 8 Seiten
Das Land lesen
Bevor etwas gebaut wird: beobachten, prüfen, kartieren.
Kapitel öffnen Rangfolge der DauerhaftigkeitP. A. Yeomans' Reihenfolge für die Planung von Land: vom kaum Veränderbaren, Klima und Geländeform, über Wasser, Wege, Bäume, Gebäude und Zäune bis zum Boden.
MikroklimaDas Klima eines kleinen Ortes, etwa eines Hanges, einer Mulde oder eines Mauerfußes, das in Wärme, Frost, Wind und Feuchte stark vom Klima der Region abweicht.
Grundkarte und DeckblätterEine maßstäbliche Zeichnung der festen Gegebenheiten eines Geländes, darüber durchsichtige Blätter für Wasser, Sektoren, Zonen und Planung.
ZeigerpflanzenWildpflanzen, deren Vorkommen Feuchte, Säure, Nährstoffe, Licht oder Salz eines Standorts anzeigt, sodass sich der Bewuchs wie ein Bodenbefund lesen lässt.
BodenanalyseLaboruntersuchung einer Bodenprobe auf pH, Humus, Nährstoffe, Kalk, Salz und Natrium, am besten gelesen zusammen mit Feldproben wie der Spatenprobe.
SpatenprobeEin Bodenblock wird mit dem Spaten ausgestochen und an Ort und Stelle auf Krümel, Wurzeln, Regenwürmer, Geruch und verdichtete Schichten geprüft.
FingerprobeBestimmung der Bodenart von Hand: feuchte Erde wird zwischen den Fingern gerieben, gerollt und gepresst, bis Sand, Schluff und Ton erkennbar sind.
Macchie (mediterrane Hartlaubvegetation)Das dichte, hartblättrige Buschland des Mittelmeers, von Kniehöhe bis zu kleinen Bäumen, zäh genug für Boden, den der Wald verloren hat.
- 5
Kapitel 5 · 7 Seiten
Gestalten: die Werkzeuge
Zonen, Sektoren und die übrigen Werkzeuge, die aus Beobachtung einen Entwurf machen.
Kapitel öffnen Der GestaltungsablaufDie geordneten Schritte einer Permakultur-Planung: Land und Menschen beobachten, auswerten, gestalten, umsetzen, pflegen, prüfen, in Schleifen wiederholt.
Zonen in der PermakulturEin Planungswerkzeug der Permakultur: Jedes Element liegt danach, wie oft man es pflegt, vom Haus in Zone 0 bis zum wilden Land in Zone 5.
SektorenEin Planungswerkzeug der Permakultur: Es zeigt, woher Energien von außen ins Gelände kommen, etwa Sonne, Wind, Feuer, Wasser, Kaltluft, Blick und Lärm.
ElementanalyseEin Gestaltungswerkzeug der Permakultur: Es hält fest, was jedes Element braucht, gibt und ist, damit die Erträge des einen den Bedarf des anderen decken.
Stockwerke und Staffelung (Stacking)Eine Technik der Permakultur: Mehrere Pflanzen teilen sich denselben Boden, in Stockwerken nach Höhe und Wurzeltiefe und zeitlich gestaffelt.
Keyline-DesignEine Landplanungsmethode, die die Hangform liest, um Regenwasser aus feuchten Tälern zu trockeneren Rücken zu verteilen und im Boden zu halten.
KräuterspiraleEin kleiner Hügel in Spiralform, der auf wenigen Quadratmetern mehrere Klimate bündelt, sodass Kräuter mit gegensätzlichen Ansprüchen nebeneinander wachsen.
- 6
Kapitel 6 · 12 Seiten
Wasser halten
Bremsen, verteilen, versickern: Wasser als erste Aufgabe auf trockenem Land.
Kapitel öffnen Der WasserkreislaufDer Weg des Wassers vom Regen durch Boden, Pflanzen und Luft zum Regen. An Land schließt er sich nur, wo Wasser bleibt, einsickert und durch Pflanzen geht.
RegenwassernutzungRegen dort halten, wo er fällt: versickern in Gräben und Mulden, speichern in Dämmen und Zisternen, verteilen über die Form des Hangs.
Swale (Höhenliniengraben)Ein waagerechter Graben genau auf der Höhenlinie eines Hangs, mit bepflanztem Erdwall darunter: Abfluss stoppt, verteilt sich und versickert.
Dachwasser und ZisterneRegen vom Dach über Rinne und Filter in einen geschlossenen, dunklen Speicher leiten, damit der Winterregen in der Trockenzeit Garten und Tiere versorgt.
Halbmond (Demi-lune)Ein halbkreisförmiger, hangaufwärts offener Erdwall, der Abfluss im Bogen sammelt und versickern lässt; im Sahel und in Ostafrika von Hand gegraben.
Zaï-PflanzgrubeEine kleine Pflanzgrube in hartem, verkrustetem Boden, mit Mist oder Kompost gefüllt, die Regen und Nährstoffe für eine Pflanze bündelt; aus Westafrika.
Gießmulde (Mikroeinzugsgebiet)Eine kleine, umwallte Fläche, die abfließenden Regen zum Fuß eines einzelnen Baumes lenkt; so lebt eine Pflanze vom Regen einer viel größeren Fläche.
RetentionsteichEin Teich, der Winterabfluss zurückhält und langsam in den Boden versickern lässt; zugleich Lebensraum und kühlende Fläche in der Landschaft.
WasserretentionslandschaftEine Landschaft, so gestaltet, dass Regen im Gebiet bleibt: Teiche, Swales, Terrassen, Pflanzendecke und Bodenpflege halten ihn zurück; geprägt von Sepp Holzer.
GrauwasserHaushaltswasser aus Dusche, Waschbecken und Waschmaschine, ohne Toilettenwasser. Ein zweites Mal im Garten genutzt, schließt es einen Teil des Wasserkreislaufs.
Tontopfbewässerung (Olla)Bewässerung mit einem unglasierten Tontopf, der bis zum Hals eingegraben und mit Wasser gefüllt wird; das Wasser sickert langsam durch die Wand zu den Wurzeln.
Versickerung (Infiltration)Das Eindringen von Regen in den Boden. Das Tempo hängt von Gefüge, Bedeckung, Vorfeuchte und Neigung ab und entscheidet über Bodenwasser oder Abfluss.
- 7
Kapitel 7 · 14 Seiten
Boden aufbauen
Bedecken, füttern, nie entblößen: wie das Bodenleben zurückkehrt.
Kapitel öffnen HumusDer dunkle, stabile Anteil der organischen Substanz im Boden, der Wasser und Nährstoffe hält und einem lebendigen Boden Farbe, Geruch und Struktur gibt.
MulchEine Schicht aus organischem oder mineralischem Material auf dem Boden, die Verdunstung senkt, den Boden kühlt, Erosion bremst und das Bodenleben nährt.
KompostOrganische Reste, die Bodenlebewesen mit Luft und Feuchte zu dunkler, krümeliger Erde abgebaut haben, die das Bodenleben nährt und Nährstoffe zurückgibt.
WurmkompostKompost aus der Arbeit von Kompostwürmern: Sie fressen Küchenreste und feuchte Einstreu ohne heiße Phase und hinterlassen feinen, dunklen Wurmhumus.
Flächenkompostierung (Sheet Mulching)Boden von oben aufbauen: organisches Material kommt in Schichten auf unberührten Grund, und der Zerfall übernimmt die Arbeit eines Pflugs.
Lebendmulch (Untersaat)Eine niedrige, lebende Pflanzendecke, die neben der Hauptkultur wächst und den Boden schützt; im Mittelmeerraum grünt sie im Winter und wird im Sommer zu Stroh.
Dauerbegrünung (Bodenbedeckung im Baumbestand)Dauerhafte oder jahreszeitliche Pflanzendecke zwischen Bäumen statt offenem Boden; bremst Abfluss und Abtrag und nährt Bodenleben und Nützlinge.
GründüngungPflanzen, die eigens zur Ernährung des Bodens angebaut werden: meist Leguminosen mit Gräsern, zur Blüte geschnitten und als Biomasse liegen gelassen.
Pflanzenkohle (Biochar)Ein stabiles, kohleartiges Material aus unter Sauerstoffmangel erhitztem Pflanzenmaterial, in den Boden gemischt für Struktur, Wasserhaltung und Bodenleben.
Terra PretaDunkle, von Menschen geschaffene Erde Amazoniens, über Jahrhunderte aus Holzkohle, Asche, Knochen, Scherben und Abfällen gewachsen, bis heute fruchtbar.
Bodenleben (Bodennahrungsnetz)Die Gesamtheit der Lebewesen im Boden, von Bakterien und Pilzen bis zu Milben und Regenwürmern. Sie verdauen totes Material und machen daraus Pflanzennahrung.
MykorrhizaDie unterirdische Partnerschaft von Wurzeln und Pilzen: Die Pilze holen Wasser und Phosphor, die Pflanze gibt Zucker und Vitamine.
Bodengefüge (Krümelstruktur)Die Anordnung der Bodenteilchen zu Krümeln und der Poren dazwischen. Sie bestimmt, wie ein Boden atmet, Wasser aufnimmt und Wurzeln durchlässt.
HügelkulturHügelkultur ist eine Permakultur-Methode: ein Hochbeet über vergrabenem, verrottendem Holz, das Regenwasser speichert und langsam Nährstoffe abgibt.
- 8
Kapitel 8 · 10 Seiten
Pflanzen und Systeme
Schichten, Gilden und Sukzession: pflanzen, wie ein Wald wächst.
Kapitel öffnen Waldgarten (Food Forest)Ein kultivierter Wald aus essbaren und nützlichen Pflanzen in Schichten, gestaltet, um wie ein selbsttragender natürlicher Wald zu funktionieren.
Pflanzengilde (Guild)Eine sich gegenseitig stützende Gruppe um ein zentrales Element, das eine Pflanze, ein Tier oder ein Bauwerk wie ein Teich sein kann.
PolykulturDer gleichzeitige Anbau mehrerer Pflanzenarten auf derselben Fläche, statt einer einzelnen Kultur in Alleinstellung.
AgroforstwirtschaftEin Landnutzungssystem, das Bäume und Sträucher gezielt mit Kulturen oder Vieh auf derselben Fläche verbindet.
Syntropische LandwirtschaftEine regenerative Anbaumethode, die die natürliche Waldsukzession beschleunigt, entwickelt vom Schweizer Ernst Götsch in Brasilien.
SukzessionDer allmähliche Prozess, durch den sich die Artenzusammensetzung eines Ökosystems über die Zeit verändert, von Pionieren hin zu einer reifen Gemeinschaft.
AmmenbäumeSchnelle, robuste Gehölze, die junge Zielbäume durch die ersten Jahre bringen: sie mildern Sonne, Wind und Trockenheit, bis der Schützling allein steht.
PionierpflanzenArten, die kahles oder geschädigtes Land als Erste besiedeln und es durch Schatten, Wurzelwerk und Nährstoffe für alles Nachfolgende bewohnbar machen.
Stickstoffbindende PflanzenPflanzen, die Bakterien oder Strahlenpilze beherbergen, die Luftstickstoff in eine nutzbare Form umwandeln und den Boden um sich herum düngen.
Dynamischer Akkumulator (Dynamic Accumulator)Eine tiefwurzelnde Pflanze, die Mineralien aus dem Unterboden holt und sie über ihre Blätter an die Oberfläche zurückgibt.
- 9
Kapitel 9 · 4 Seiten
Tiere im System
Weiden, scharren, bestäuben: Tiere als Partner des Landes.
Kapitel öffnen Hühner im SystemHühner als Teil einer Permakulturgestaltung: Sie scharren, fressen Schädlinge und Reste, liefern Mist und Eier und brauchen dafür Schutz, Platz und Pflege.
Bienen und BestäuberHonigbienen, Wildbienen und andere Insekten, die Pollen von Blüte zu Blüte tragen. Eine Gestaltung bietet ihnen Blüten das ganze Jahr, Nistplätze und kein Gift.
Gelenkte BeweidungBeweidung, bei der Tiere eine kleine Fläche kurz nutzen und dann weiterziehen, damit die beweidete Fläche ruhen und nachwachsen kann, bevor sie zurückkehren.
Silvopastorales System (Silvopasture)Die bewusste Verbindung von Bäumen, Futterpflanzen und Weidetieren auf derselben Fläche, so dass alle drei einander tragen.
- 10
Kapitel 10 · 8 Seiten
Kreisläufe schließen
Wasser, Nährstoffe, Kohlenstoff, Energie, Material und Saatgut: wo Kreisläufe brechen und wie man sie schließt.
Kapitel öffnen Kreislaufdenken in der PermakulturDie Sicht der Permakultur auf Land als verbundene Kreisläufe von Wasser, Nährstoffen, Kohlenstoff, Material und Saatgut, angetrieben vom Sonnenlicht.
Der WasserkreislaufDer Weg des Wassers vom Regen durch Boden, Pflanzen und Luft zum Regen. An Land schließt er sich nur, wo Wasser bleibt, einsickert und durch Pflanzen geht.
Der NährstoffkreislaufDer Weg von Stickstoff, Phosphor und anderen Nährstoffen aus Luft und Gestein durch Pflanzen, Tiere und Bodenleben zurück zu den Wurzeln.
Kohlenstoff und HumusDer Weg des Kohlenstoffs aus der Luft über Blätter, Wurzeln und Bodenleben in den Humus und zurück, wo Landnutzung ihn unterbricht und wie man ihn schließt.
Energie: der Fluss, der alles antreibtDer Weg des Sonnenlichts durch Blätter, Pflanzen, Tiere und Bodenleben, bis es als Wärme geht. Energie kreist nicht, sie treibt jeden Kreislauf an.
Biomasse und MaterialDer Weg der Pflanzenmasse vom Wachstum über Schnitt, Ernte und Bodendecke bis zum Humus, wo Verbrennen und Abfuhr ihn brechen und wie man ihn wieder schließt.
Der SaatgutkreislaufDer Weg von Blüte und Bestäubung über reife Samen, Verbreitung und die Samenbank im Boden zur jungen Pflanze, die wieder blüht, ein wenig besser angepasst.
KomposttoiletteEine Toilette ohne Spülwasser, in der Ausscheidungen mit trockenem Material abgedeckt und durch Rotte und Lagerung zu einem hygienischen Bodenstoff werden.
- 11
Kapitel 11 · 6 Seiten
Mensch und Gemeinschaft
Rehumanisierung: der Platz des Menschen in den Kreisläufen und was Gemeinschaften gemeinsam vermögen.
Kapitel öffnen RehumanisierungDie Wiederherstellung des Menschen als bewusster, sorgender Teilnehmer an der lebendigen Welt: das menschliche Gegenstück zur Renaturierung.
Die drei Ethiken der PermakulturDie drei Grundwerte der Permakultur: für die Erde sorgen, für die Menschen sorgen und gerecht teilen, also Grenzen setzen und Überschüsse weitergeben.
Unsichtbare StrukturenWas in keiner Karte steht: wie Land gehalten und wie entschieden wird, wie Arbeit, Geld und Güter fließen und wie Wissen weitergegeben wird.
Saatgut gewinnen und tauschenSaatgut von den eigenen Pflanzen gewinnen, es trocknen und haltbar lagern und weitergeben, damit Sorten lebendig bleiben und sich an den Ort anpassen.
TameraLebens- und Forschungsgemeinschaft im portugiesischen Alentejo, bekannt für ihre seit 2007 gebaute Wasserretentionslandschaft, die den Regen im Land hält.
Herdade do Freixo do MeioÖkologisches Gut von 584 Hektar im portugiesischen Alentejo, das den Eichenhain Montado mit Keyline-Linien, Rückhaltebecken und Agroforst erneuert.
- 12
Kapitel 12 · 8 Seiten
Land im großen Maßstab heilen
Vom Sahel bis ans Mittelmeer: wie ganze Landschaften wieder grün werden.
Kapitel öffnen Wiederbegrünung (Regreening)Lebendige Vegetation und Fruchtbarkeit auf ausgetrocknetes Land zurückbringen und den Weg zur Wüste umkehren, englisch Regreening.
Bauerngeführte natürliche Regeneration (FMNR)Bäume wachsen aus den lebenden Stöcken, Wurzeln und Samen nach, die schon im Feld sind: Bauern wählen kräftige Triebe, schneiden und schützen sie.
DesertifikationDer schleichende Verlust fruchtbaren Bodens in Trockengebieten: Land verliert Humus, Wasser und Leben, bis es kaum noch etwas tragen kann.
RenaturierungDie Praxis, degradierten oder zerstörten Ökosystemen zu helfen, ihre Gesundheit, Funktion und Widerstandskraft zurückzugewinnen.
Yacouba SawadogoBauer aus Burkina Faso, der die überlieferten Zaï-Pflanzgruben verbesserte, auf kahlem Land einen Wald wachsen ließ und Tausende darin unterwies.
Tony RinaudoAustralischer Agrarwissenschaftler, der in Niger den „unterirdischen Wald“ lebender Baumstümpfe entdeckte und die bäuerliche Naturverjüngung verbreitete.
Wangari MaathaiKenianische Biologin, die das Green Belt Movement gründete, Frauen Millionen Bäume pflanzen ließ und 2004 den Friedensnobelpreis erhielt.
Reconciliation Ecology (Ökologie der Koexistenz)Biodiversität in Landschaften fördern, die Menschen aktiv nutzen, statt nur in Schutzgebieten, die vom Menschen freigehalten werden.
Dein Reisepass
Für jedes Kapitel, dessen Seiten du alle gelesen hast, bekommst du einen Stempel. Mit allen Stempeln wartet am Ende das Zertifikat „Grundreise Permakultur“. Dein Lesestand bleibt in deinem Browser.
0 von 12 Stempeln
- Aufbruch0/9 gelesen
- Die Haltung0/2 gelesen
- Die zwölf Prinzipien0/14 gelesen
- Das Land lesen0/8 gelesen
- Gestalten0/7 gelesen
- Wasser halten0/12 gelesen
- Boden aufbauen0/14 gelesen
- Pflanzen und Systeme0/10 gelesen
- Tiere im System0/4 gelesen
- Kreisläufe schließen0/8 gelesen
- Mensch und Gemeinschaft0/6 gelesen
- Land im großen Maßstab heilen0/8 gelesen