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Notizbuch mit Landschaftsskizzen, Kompass und Pflanzkelle auf einem Stein am Rand eines Hanges im Morgenlicht, Nebel im Tal

Kapitel 5 von 12

Gestalten: die Werkzeuge

Zonen, Sektoren und die übrigen Werkzeuge, die aus Beobachtung einen Entwurf machen.

0 von 7 Seiten gelesen. Lies alle, dann bekommst du den Stempel im Reisepass.

Aus Beobachtung wird ein Entwurf mit Hilfe weniger Werkzeuge. Am bekanntesten sind die Zonen: Jedes Element bekommt seinen Platz danach, wie oft Menschen es pflegen, vom Haus in Zone 0 bis zum wilden Land in Zone 5. Was täglich Pflege braucht, gehört nah an die Tür; was sich selbst versorgt, darf weiter draußen liegen. Sektoren fügen die Kräfte hinzu, die von außen kommen, etwa Sonne, Wind, Feuer, fließendes Wasser und Kaltluft. Weitere Werkzeuge fragen, was jedes Element braucht und gibt, und wie sich Pflanzen und Nutzungen in Raum und Zeit übereinander stapeln lassen.

Dieses Kapitel folgt auf „Das Land lesen“, weil ein Werkzeug nur so gut ist wie die Beobachtung dahinter. Manche Werkzeuge wachsen direkt aus dem Land selbst. Keyline-Design liest die Form eines Hangs, um Regenwasser aus feuchten Mulden zu den trockeneren Rücken zu lenken und im Boden zu speichern. Die Kräuterspirale bringt mehrere Klimate auf wenigen Quadratmetern unter, so dass Kräuter mit gegensätzlichen Ansprüchen nebeneinander wachsen.

Die Seiten darunter zeigen, wie jedes Werkzeug funktioniert und wie sie sich zu einem Gestaltungsablauf fügen, von der ersten Skizze bis zu einem Plan, nach dem man arbeiten kann.

Die Seiten dieses Kapitels

Selbst ausprobieren

Die Zonen der eigenen Wohnung

  1. 1Zeichne eine einfache Skizze deiner Wohnung und ihrer Umgebung: eine Wohnung mit Balkon oder ein Haus mit Garten.
  2. 2Markiere die Stellen, an denen du jeden Tag, jede Woche, selten und fast nie vorbeikommst.
  3. 3Gib ihnen Zonennummern: Was du täglich passierst, ist Zone 1, wöchentlich Zone 2 und so weiter. Saubere Ringe müssen es nicht werden.
  4. 4Prüfe, wo deine Kräuter, deine Gießkanne und deine Küchenabfälle heute stehen. Ist das, was du täglich brauchst, in Reichweite?
  5. 5Stell eine Sache, etwa einen Topf mit Kräutern, näher an die Tür und beobachte zwei Wochen lang, ob du sie öfter nutzt.

Auf Sa Medada

Mit dem Werkzeug der Zonen gelesen, zeigt das Land auf Sa Medada schon einige Umrisse: Die Macchie an den steileren Hängen wäre die natürliche Anwärterin für Zone 5. Eine Karte der Sonnenexposition aus LiDAR-Daten zeigt die wärmsten und geschütztesten Bereiche des Südhangs. Die Höhen- und Feuchtekarten sind die Grundlage, um Swales und Keyline-Linien zu ziehen, die den Winterregen im Hang halten sollen.

Gestaltungs-Check für deinen Garten

Zwölf Fragen, eine je Prinzip. Ob Balkon, Hausgarten oder Hof: Beantworte sie ehrlich, am Ende siehst du, wo dein Ort schon trägt und wo der nächste Schritt lohnt. Deine Antworten bleiben in deinem Browser.

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  1. Prinzip 1 · Beobachten und mitwirken

    Weißt du, wo bei starkem Regen das Wasser über deinen Ort läuft und wo es stehen bleibt?

  2. Prinzip 2 · Energie einfangen und speichern

    Fängst du Regen vom Dach oder im Boden auf, statt ihn ablaufen zu lassen?

  3. Prinzip 3 · Einen Ertrag erzielen

    Gibt jedes größere Element deines Gartens etwas zurück: Nahrung, Material, Schatten oder Freude?

  4. Prinzip 4 · Selbstregulierung anwenden und Rückmeldungen annehmen

    Merkst du früh, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, und änderst dann deinen Plan?

  5. Prinzip 5 · Erneuerbare Ressourcen und Leistungen nutzen und wertschätzen

    Arbeiten Pflanzen und Tiere für dich, etwa Stickstoffbinder, Mulch aus eigenem Schnitt oder Nützlinge, statt gekaufter Mittel?

  6. Prinzip 6 · Keinen Abfall erzeugen

    Bleiben Küchenreste, Laub und Schnittgut auf deinem Grund, als Kompost oder Mulch?

  7. Prinzip 7 · Vom Muster zum Detail gestalten

    Hast du zuerst das große Bild entworfen, also Wasserwege, Sonne, Wind und Wege, bevor du einzelne Beete angelegt hast?

  8. Prinzip 8 · Integrieren statt trennen

    Erfüllt jedes Element mehrere Aufgaben, und wird jede wichtige Aufgabe von mehr als einem Element getragen?

  9. Prinzip 9 · Kleine und langsame Lösungen nutzen

    Fängst du klein an und erweiterst erst, wenn das Erste trägt?

  10. Prinzip 10 · Vielfalt nutzen und wertschätzen

    Wachsen bei dir viele Arten und Sorten nebeneinander statt einer Fläche mit nur einer Kultur?

  11. Prinzip 11 · Ränder nutzen und das Randständige wertschätzen

    Nutzt du Ränder wie Hecken, Wegsäume oder Ufer als Orte besonderer Fülle?

  12. Prinzip 12 · Wandel kreativ nutzen und darauf reagieren

    Hast du für Dürre, Hitze oder Starkregen einen zweiten Plan?