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Pflanzenporträts

Weiße Sapote

Redaktionsteam Terra HumanaZuletzt aktualisiert: 2026-10-136 Min. Lesezeit

Zweig der Weißen Sapote mit handförmigen Blättern und gelbgrünen Früchten, eine halbiert mit cremeweißem Fleisch

Kurz gesagt

Ein subtropischer Baum der Rautengewächse aus dem mexikanischen Hochland. Sein weiches, cremig weißes Fruchtfleisch schmeckt nach Banane und Birne.

Botanisch
Casimiroa edulis (Rautengewächse)
Herkunft
Hochland Zentralmexikos
Wuchs
meist immergrüner Baum, 4,5 bis 18 m
Kälte
jung -1 °C, etabliert etwa -5 °C
Wasser
eingewurzelt recht trockenheitsfest
Schicht im Waldgarten
mittelhoher bis hoher Baum
Ernte
meist Sommer bis Herbst
Vorsicht
rohe Samen sind giftig
Auf Sa Medada
Topf, hat draußen überwintert

Was ist die Weiße Sapote?

Die Weiße Sapote ist ein subtropischer Obstbaum aus der Familie der Rautengewächse, derselben Familie wie Orange und Zitrone. Mit der Schwarzen Sapote und der Mamey-Sapote verbindet sie nur der Klang; „Sapote“ nannte man in Mexiko mehrere weiche, süße Früchte. Botanisch heißt sie Casimiroa edulis und wird gelegentlich mit der nahe verwandten Casimiroa sapota verwechselt.

Die Frucht ist rund bis oval, oft schwach fünflappig, mit dünner grüner bis gelber Schale. Innen liegt weiches, cremiges, weißes oder hellgelbes Fruchtfleisch um ein bis sechs große Samen. Reif ist sie süß und mild, und Beschreibungen greifen meist zu Banane, Birne und Vanille.

Herkunft und Wuchs

Die Weiße Sapote stammt aus Zentralmexiko, wo sie wild und in Gärten wächst, meist in etwa 600 bis 900 m Höhe, in Guatemala vereinzelt bis etwa 2.700 m, in Gegenden ohne starke Regenfälle. Diese Herkunft erklärt ihren Charakter: Sie ist ein Hochlandbaum der Subtropen, kein Tieflandbaum der Tropen.

Nach Morton erreicht der Baum in kleineren Formen 4,5 bis 6 m, in größeren 9 bis 18 m, mit hellgrauer, warziger Rinde und langen, überhängenden Ästen. Die Blätter sind meist immergrün und handförmig geteilt, gewöhnlich mit fünf Blättchen. Die kleinen grüngelben Blüten stehen in Rispen; in Kalifornien blühen manche Sorten zweimal im Jahr.

Ansprüche

Die Weiße Sapote gehört zu den härtesten der sogenannten Tropenfrüchte. Die California Rare Fruit Growers nennen etwa -5,5 °C als Grenze für etablierte und etwa -1 °C für junge Bäume; leichter Frost führt zu Laubfall. Morton nennt sie recht trockenheitsresistent. Sie kommt mit sandigem Lehm und Ton zurecht, solange das Wasser abzieht, auf Kalk kann sie Chlorose zeigen. In sehr heißen Wüsten und im feuchten tropischen Tiefland gedeiht sie schlecht. Ihr Schwachpunkt sind Blüten und junge Früchte: In einer japanischen Studie blieb der Fruchtansatz in Jahren mit Tiefstwerten unter etwa -2,5 °C aus.

Früchte, Nutzen und Ernte

In Mexiko blüht der Baum im Januar und Februar, die Früchte reifen von Juni bis Oktober. Gepflückt wird ausgewachsen, aber fest, mit einem kurzen Stielstück; im Haus werden die Früchte in wenigen Tagen weich. Man isst sie frisch mit dem Löffel oder mixt sie in Getränke und Eis; die Schale ist bitter.

Die Samen verlangen Vorsicht: Morton hält fest, dass sie roh gegessen tödlich giftig sein sollen. Sie werden nie gegessen, und Fallobst bleibt nicht für Kinder oder Tiere liegen.

Im Waldgarten

Im Waldgarten wächst die Weiße Sapote zu einem mittelhohen bis hohen Baum heran und kann Teil der oberen Baumschicht werden. Ihre überhängenden Äste und die meist immergrüne Krone beschatten den Boden gut. Weil sie reich trägt und viel Fallobst abwirft, gehört sie weg von Wegen und Sitzplätzen, am besten in einen Teil des Gartens, wo Fallobst den Boden nähren darf. Eine tiefe Mulchschicht schützt den Wurzelraum in der Trockenzeit. Eine zweite Sorte in der Nähe verbessert die Bestäubung.

Im Mittelmeerklima

Die Weiße Sapote hat in mediterranen Klimaten eine längere Geschichte als die meisten subtropischen Früchte. Franziskanermissionare brachten sie um 1810 nach Kalifornien, wo sie im Süden bis heute in kleinem Umfang wächst und in Küstennähe am besten gedeiht. Morton erwähnt Pflanzungen an der Riviera. In Israel ergaben Versuche ab etwa 1935 in der Küstenebene gesunde Bäume mit kleinen Ernten, im Landesinneren gute Erträge; am Ende fand die Frucht kaum Käufer und zog Fruchtfliegen an. Wo Fruchtfliegen häufig sind, bleibt das ein Risiko, das man beobachten muss. Ihre Frosthärte macht sie zu einer Kandidatin für klimaangepasste Pflanzungen, doch ein später Frost während der Blüte kann die Ernte eines ganzen Jahres kosten. Die Weiße Sapote steht nicht auf der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten.

Vermehrung und Pflege

Sämlinge tragen erst nach sieben bis acht Jahren, veredelte Bäume nach drei bis vier. Üblich ist die Veredelung im Sommer, Stecklinge wurzeln schlecht. Jungbäume bilden in den ersten Jahren oft einen einzelnen, biegsamen Stamm und brauchen einen Stützpfahl. Ein Schnitt hält den Baum niedrig genug für die Ernte.

So versteht Terra Humana sie

Die Weiße Sapote gehört zu den exotischen Obstbäumen auf Sa Medada, die eine realistische Chance haben, über den Topf hinauszuwachsen. Ihre Frosthärte und Trockenheitsresistenz passen besser zum Hang, als ihr tropischer Ruf vermuten lässt. Terra Humana sieht in ihr einen möglichen Baum für die oberen Schichten des Waldgartens und möchte an ihr lernen, wie sich Blüte und Fruchtansatz in einem sardischen Frühling verhalten.

Das Tal von Sa Medada bei Jerzu, Sardinien, mit Olivenhain und Macchie

Sa Medada

So sieht das bei uns aus

Auf Sa Medada wächst die Weiße Sapote im Topf, zum Teil schon ausgepflanzt. Sie hat einen Winter draußen überstanden und gedeiht.

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Häufige Fragen

Was ist die Weiße Sapote?

Die Weiße Sapote (Casimiroa edulis) ist ein Baum aus der Familie der Rautengewächse und damit eine Verwandte der Zitrusfrüchte, nicht der Schwarzen Sapote oder der Mamey-Sapote. Sie wächst wild und angebaut in Zentralmexiko, meist in etwa 600 bis 900 m Höhe. Ihre runden, oft leicht gelappten Früchte sind 6 bis 12 cm lang, mit dünner, ungenießbarer Schale und cremig weißem oder gelblichem Fruchtfleisch um ein bis sechs große Samen. Der Geschmack wird oft mit Banane, Birne und Vanillepudding verglichen.

Wie viel Frost verträgt die Weiße Sapote?

Mehr als die meisten subtropischen Obstbäume. Die California Rare Fruit Growers geben an, dass etablierte Bäume gelegentlichen Frost bis etwa -5,5 °C überstehen, junge Bäume aber schon bei etwa -1 °C Schaden nehmen können. Julia Morton berichtet von ausgewachsenen Bäumen, die in Kalifornien -6,7 °C überstanden. Empfindlicher sind Blüten und junge Früchte: Eine japanische Studie an der Sorte Florida fand in Jahren, in denen das Minimum unter etwa -2,5 °C fiel, keine Früchte.

Sind die Samen der Weißen Sapote giftig?

Ja, sie dürfen nicht gegessen werden. Morton hält fest, dass der Samen roh gegessen für Mensch und Tier tödlich giftig sein soll. Gegessen wird nur das reife Fruchtfleisch; die Schale ist bitter und wird entfernt. Fallobst sollte nicht dort liegen bleiben, wo Kinder oder Tiere auf die Samen kauen könnten.

Warum fallen die Früchte der Weißen Sapote so oft unreif ab?

Die Weiße Sapote neigt zum Fruchtfall, und reife Früchte bekommen schnell Druckstellen und verderben. Morton nennt sterilen Pollen und fehlende Fremdbestäubung als mögliche Ursachen für verkümmerte Samen und Fruchtfall, eine zweite Sorte in der Nähe kann also helfen. Gepflückt wird ausgewachsen, aber noch fest, mit einem kurzen Stielstück, und nachgereift im Haus. Ungepflückte Früchte fallen und faulen, weshalb die California Rare Fruit Growers davon abraten, den Baum über eine Terrasse zu pflanzen.

Wo im Mittelmeerraum wird die Weiße Sapote angebaut?

Morton erwähnt Pflanzungen an der Riviera und in anderen Teilen des Mittelmeerraums. In Israel begannen um 1935 Versuche; die Bäume wuchsen in der Küstenebene gut, trugen dort aber wenig, im Landesinneren dagegen gute Ernten. Die Frucht fand bei den Verbrauchern wenig Anklang und zog Fruchtfliegen stark an. In Kalifornien wird sie angebaut, seit Franziskanermissionare sie um 1810 mitbrachten.

Orangenbaum voller reifer Früchte, darunter ein Korb mit Orangen, Zitronen und einer halbierten BlutorangeNächster in dieser ThemenweltZitrusfrüchteImmergrüne Obstbäume der Rautengewächse. Orange, Zitrone und Grapefruit sind Kreuzungen weniger Wildarten aus Südostasien; die Fingerlimette ist australisch.

Verwandte Begriffe

Erwähnt auf

Quellen

  • Morton, Fruits of Warm Climates (1987), Kapitel White Sapote, über Purdue University NewCROP
  • California Rare Fruit Growers, White Sapote Fruit Facts
  • Yonemoto, Inoue, Majikina & Okuda, Critical temperature leading to frost damage in young fruits of white sapote (Casimiroa edulis) cv. Florida, Japanese Journal of Tropical Agriculture 48 (2004)
  • Arizona State University, Pflanzenporträt Casimiroa edulis

Zuletzt aktualisiert: 2026-10-13